Die Geschichte von Zurich
Staatsschreiber Gottfried Keller persönlich unterzeichnet 1872 die Statuten der unter dem Namen «Versicherungs-Verein» in Zürich ins Leben gerufenen Gesellschaft. Zunächst übernimmt sie – ausgestattet mit einem Aktienkapital von 886 000 Franken – die Funktion eines Rückversicherers für die «Schweiz»-Versicherung.
In der Folge ist ihre Geschichte geprägt von einem Auf- und Ausbau der Gesellschaft, bei dem sich Phasen der raschen Veränderung mit solchen der Konsolidierung abwechseln. Geografisch wächst Zurich, indem sie entweder Filialen gründet oder – vor allem in späteren Zeiten – Firmen übernimmt. Das Versicherungsgeschäft wird meist ausgebaut, manchmal indes fallen auch gewisse Sparten weg. Hier die wichtigsten Wechsel in Kürze.
Bereits 1875 erweitert der «Versicherungs-Verein» seine Tätigkeit, steigt in das neue Gebiet der Unfallversicherung ein und tauft sich um in «Transport&Unfall-Versicherungs-Actien-Gesellschaft». Im selben Jahr erhält sie die ersten Bewilligungen für das Geschäft im Ausland.
1881 sistiert die Gesellschaft das Transportgeschäft, die Haupttätigkeit liegt nun im Unfall- und Haftpflichtgeschäft. Die Firma ändert 1894 ihren Namen nochmals und heisst nun «Zurich» Allgemeine Unfall- und Haftpflicht-Versicherungs-Aktiengesellschaft. 1895 führt Zurich die Privathaftpflichtversicherung ein, 1899 auch die Einbruchs-, Diebstahls- und Veruntreuungsversicherung.
Weil sich die Gesetzgebung auf dem Gebiet der Arbeiterunfallversicherung verändert (was schliesslich 1917 mit der Gründung der SUVA endet und Zurich um einen grossen Teil ihres Geschäftes bringt), wagt Zurich 1912 den Schritt in die USA, 1922 folgt die Gründung einer Filiale in London, 1923 einer in Canada.
Einen neuen Geschäftszweig erschliesst Zurich 1922, indem sie die Tochter Vita Lebensversicherung AG gründet. Diese weitet ihre Geschäftstätigkeit schon bald ins benachbarte Ausland aus. 1938 gründet Zurich die Rückversicherungsgesellschaft Turegum in der Schweiz, 1947 dann die Zurich Life Insurance Company in New York.
1955 wird die «Zurich» Allgemeine Unfall- und Haftpflicht-Versicherungs-Aktiengesellschaft umbenannt in «Zürich» Versicherungs-Gesellschaft. Die Expansion in andere Länder schreitet fort. Aber auch in der Schweiz: 1965 übernimmt Zurich die Mehrheit an der Alpina.
Im Jahre 1970 nimmt Zurich die Feuerversicherung und die damit verbundenen Nebensparten in ihr Schweizer Angebot auf. Und 1976 baut sie die International Division auf, um das Segment der international tätigen Unternehmen systematisch bearbeiten zu können.
1982 übernimmt Zurich die Altstadt-Versicherungs-Aktiengesellschaft in der Schweiz.
1989 publiziert die Zurich-Gruppe erstmals eine konsolidierte Konzernrechnung.
Zurich übernimmt 1991 die Genfer Versicherungs-Gruppe. 1993 tauft sie die Vita Lebensversicherungs-AG in Zurich Leben um. Und 1996 schliesslich werden die in der Schweiz tätigen Gesellschaften im neu geschaffenen Geschäftsbereich Zurich Schweiz einer einheitlichen Leitung unterstellt. 1997 übernimmt Zurich die Mehrheit an der Orion Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft in Basel.
1994 führt Zurich als Pionierin ein neues Direkt-Marketing-Konzept in der Schweiz ein: Züritel wird als Marke für den Vertrieb per Telefon und Internet etabliert.
1998 vereinen Zurich und der im Finanzgeschäft tätige Bereich von B.A.T. ihre Tätigkeiten und treten künftig neu unter dem Namen Zurich Financial Services auf. Im Jahr 2000 schliesslich wird die Einheitsaktie eingeführt, die nun an den Börsen in Zürich und London gehandelt wird.
2002 stellen die sinkenden Kurse an den Börsen auch Zurich vor eine neue Herausforderung. Sie reagiert erfolgreich mit der klaren Ausrichtung der Strategie auf das versicherungsbasierte Kerngeschäft und einem strikten Programm zur nachhaltigen Verbesserung der Rentabilität.
2004 wird die Alpina Versicherungs-Aktiengesellschaft in Zurich fusioniert. Die Fusion steht im Einklang mit der Konzernstrategie, in allen Bereichen mit einer wirtschaftlichen und leistungsfähigen Organisation am Markt aufzutreten.
2006 wird das Geschäft der Genevoise Lebensversicherungs-Gesellschaft mit dem der «Zürich» Lebensversicherungs-Gesellschaft bzw. der «Zürich» Versicherungs-Gesellschaft zusammengeführt. Dies hat zum Ziel, den Kunden Dienstleistungen in allen Versicherungsbereichen mit einer wirtschaftlich effizienten und leistungsfähigen Organisation und unter einer einzigen Marke anzubieten.
Nach über 13 Jahren wird ein neues Kapitel der Direktversicherungs-Erfolgsgeschichte von Zurich geschrieben. Züritel, der Direktversicherer von Zurich in der Schweiz und klare Marktführer im Direktgeschäft, wird umbenannt und heisst ab Mitte 2007 Zurich Connect. Die Umbenennung erfolgt im Rahmen eines paneuropäischen Marketing-Konzepts und soll die Marktführerschaft im Direktgeschäft nachhaltig verstärken.




