Wenn es Eis regnet

Wenn es Eis regnet

Hagelkörner können in wenigen Minuten verheerende Schäden anrichten. Die Opfer: Obstbäume, Fensterscheiben und vor allem Autos.

Ein Sommergewitter ist ein faszinierendes Wetterphänomen. Es reinigt die Luft und sorgt für willkommene Abkühlung. Doch oft bringt es auch einen unerwünschten Hagelsturm mit sich. Was ist Hagel überhaupt? Und warum kommt er gerade im Sommer, wenn es doch warm ist?

Hagelkorn in Fussballgrösse

Ab einem Durchmesser von 0.5 cm gelten Eisklumpen als Hagel, vorher werden sie Graupel genannt. Sie entstehen in sommerlichen Gewitterwolken, wenn unterkühltes Wasser zu Eis gefriert und sich dann durch Aufwinde innerhalb der Wolke Schicht um Schicht vergrössert. Ab einem Durchmesser von 2 cm verursachen Hagelkörner Schäden an Autos, Glasscheiben oder Zelten. Das grösste bislang dokumentierte Hagelkorn fiel 2010 in South Dakota, USA, zur Erde. Es war 875 g schwer und mit einem Durchmesser von 20 cm fast so gross wie ein Fussball.

Lässt sich Hagel verhindern?

Bereits seit der Antike versuchen die Menschen, Hagel zu verhindern. Waren es früher Opferrituale oder Hagelprozessionen, so werden in jüngerer Zeit technische Methoden angewendet: Das «Impfen» von Wolken mit Silberiodid soll durch zusätzliche Kristallisationskerne die einzelnen Hagelkörner verkleinern und so harmloser machen – doch die Wirksamkeit ist umstritten. In der Landwirtschaft werden zum Teil Netze aufgespannt, um die Pflanzen vor Hagel zu bewahren. Als Privatperson kann man sich schützen, indem man empfindliche Gegenstände ins Haus trägt und das Auto unter ein Dach fährt. Doch das klappt nicht immer – weil das Hagelgewitter meistens überraschend kommt.

Zerbeultes Autodach und zerfetzte Lounge

Was macht den Hagel so gefährlich? Je grösser, desto schneller: Kleine Eiskugeln haben nur eine Geschwindigkeit von etwa 35 km/h, grössere Kugeln ab 2 cm Durchmesser knallen aber bereits mit 70 Stundenkilometern auf Pflanzen, Dächer oder Autos. Deshalb kann schon ein kurzer Hagelschauer Autokarosserien in Wellblech verwandeln, die neue Rattanlounge zerfetzen oder die Apfelernte des kommenden Herbstes auf Apfelkuchenmenge schrumpfen lassen.

Und wenn der Hagel zugeschlagen hat?

Beim Auto sind die Kosten für die Reparatur von Hagelschäden über die Teilkaskoversicherung abgedeckt. Dank moderner Drück-/Ziehtechnik können heutzutage Hageldellen in der Karosserie meist innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder «herausmassiert» werden, ohne dass der Lack dabei Schaden nimmt. Für die Sitzgarnitur auf der Terrasse oder die Terrakotta-Skulptur zahlt die Hausratversicherung, ein spezielles Zusatzmodul kommt für aufwendig gepflegte Gärten oder teure Zierpflanzen auf. Sind die Hagelkörner so gross wie Haselnüsse, können sie sogar Einfachverglasungen zerspringen lassen, zum Beispiel an älteren Wohngebäuden. Solche Schäden sind durch die Gebäudeversicherung gedeckt.

Hagel-Drive In

Zurich ist für Sie da, wenn der Hagel Ihr Autodach verbeult oder Ihre Lounge zerschlagen hat: Unter der 24h-Gratisnummer 0800 80 80 80 erhalten Sie schnell Hilfe. Mit Ihrem Auto können Sie auch im Help Point vorbeikommen – wir organisieren die Reparatur für Sie und stellen auch Ihre Mobilität sicher, übrigens bereits seit 20 Jahren. Und bei grossen Hagelereignissen organisiert Zurich in Ihrer Region sogar einen Hagel-Drive In, wo die Autos direkt vor Ort repariert werden.