Wenn der Chef ausfällt

Wenn der Chef ausfällt

Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist der Geschäftsführer unverzichtbar. Sein plötzlicher Ausfall kann die Existenz des Unternehmens gefährden. Doch nun gibt es Hilfe für solche Situationen.

 

Mittwochmorgen, 6.45 Uhr. Jürg S. ist auf der Autobahn unterwegs zu einer Bauabnahme, als plötzlich ein Lastwagen herauszieht. Der Plattenleger tritt voll auf die Bremse, kann aber die Kollision nicht mehr verhindern. Sein letzter Gedanke, bevor alles dunkel wird: «Was wird aus meiner Firma?»

Das Schicksal der Firma in den Händen

Es kommt erstaunlich häufig vor, dass Geschäftsführer von KMU plötzlich und unerwartet ausfallen. Das hat auch in der Firma fatale Folgen. Denn meistens liegt das Schicksal des Unternehmens komplett in den Händen dieser Personen: Als Drehscheibe des Betriebs koordinieren sie die Aufträge, akquirieren neue Kunden, übernehmen die Qualitätskontrolle – und arbeiten selbst tatkräftig mit.

Schock am Morgen

8.02 Uhr. Regula S., die Ehefrau des Plattenlegers, sitzt mit einem Kaffee am Küchentisch, als es an der Tür schellt: Zwei Polizisten stehen vor der Tür. Von ihnen erfährt sie, dass ihr Mann einen schweren Unfall hatte und im Koma liegt. Noch weiss niemand, wie lange Jürg S. ausfallen wird. Seine Frau umklammert ihre Kaffeetasse. Die Welt steht still. Wie soll sie das bloss ihren Kindern beibringen?

«Ohne mich läuft der Laden nicht»

Fehlt die lenkende Hand des Geschäftsführers, kann das Unternehmen schnell ins Chaos stürzen. Und bereits nach wenigen Tagen entsteht oft ein substanzieller Schaden. Dauert der Ausfall über Wochen an, ist möglicherweise sogar die Existenz der Firma gefährdet. Viele Patrons arbeiten deshalb selbst im Spital weiter, weil sie wissen: «Ohne mich läuft der Laden nicht.» Doch es kann Situationen geben, in denen der Chef – oder die Chefin – nicht mehr ansprechbar ist. In solchen Momenten trägt die Unternehmerversicherung dazu bei, dass es in der Firma dennoch weitergeht.

Wichtiges dokumentiert – Zugriff gesichert

Das grösste Thema ist meistens das Informationsmanagement: Welche Aufträge stehen in den nächsten Wochen an? Wie lautet das Passwort für das Mailprogramm, in dem alle Termine und Kontakte gespeichert sind? Welche Rechnungen sind noch offen? Wer soll im Notfall die Stellvertretung übernehmen? Wann und wie müssen die Kunden informiert werden? Bei der Unternehmerversicherung kann der Geschäftsführer alle diese Informationen in einem online hinterlegten Notfallplan dokumentieren. Wird dieser ausgelöst, ist für autorisierte Personen wie zum Beispiel die Ehefrau alles Wichtige sofort abrufbar. Selbst wenn der Laptop beim Unfall verbrannt ist.

Im Notfall das Richtige tun

8.45 Uhr. Krisenspezialist Christian D. erfährt, dass ein Notfallplan ausgelöst wurde. Nach wenigen Minuten hat Regula S. als Vertrauensperson Zugriff auf alle Informationen. Darko L., der Vorarbeiter, ist zum Stellvertreter bestimmt worden und erhält die notwendigen Vollmachten. Zwei Mitarbeitende erklären sich bereit, Überstunden zu leisten, damit der aktuelle Auftrag termingerecht abgeschlossen werden kann. Und Regula S. weiss aus dem Notfallplan, dass ihr Mann alle medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen will. Am übernächsten Tag diskutiert der Krisenspezialist mit Stellvertreter und Ehefrau die nächsten Schritte: Eine temporäre Kraft wird Regula S. im Büro unterstützen. Und ein befreundeter Baubetrieb übernimmt einen Teil des neuen Grossauftrags. So kann das Unternehmen weiterlaufen.

Tatkräftige Unterstützung

Die kommenden Wochen vergehen wie im Flug: Regula S. pendelt zwischen Spital, Familie und Firma hin und her. Unterstützt vom Krisenspezialisten, hat Darko L. alle Mitarbeitenden über die Situation informiert. Nun organisiert er die Einsätze, fährt von Baustelle zu Baustelle und bekommt ganz neuen Respekt vor der Arbeitsleistung seines Chefs. Immer wieder diskutiert er wichtige Themen mit dem Krisenspezialisten und profitiert von dessen Erfahrung. Dies hilft ihm, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Einige Auftraggeber haben dennoch umdisponiert – dank der vereinbarten Kapitalleistung sind die Löhne für die nächsten Monate in jedem Fall gesichert.

Krise als Chance

Krisenmanager wissen: In Notfallsituationen sind Verlässlichkeit und Kontinuität entscheidend, damit Kunden und Geschäftspartner nicht das Vertrauen verlieren. Die meisten Auftraggeber sind verständnisvoll und oft auch erstaunlich flexibel. Doch sie erwarten eine transparente Kommunikation zur richtigen Zeit und einen professionellen Umgang mit der Situation. Gelingt dies, geht das Unternehmen sogar gestärkt aus der Krise hervor: Intern entsteht ein ganz neuer Zusammenhalt und die Auftraggeber erkennen, dass die Firma auch unter schwierigsten Umständen kundenorientiert bleibt.

Zurück ins Unternehmen

Vier Wochen später: Jürg S. kommt mit einem Riesensack Gipfeli ins Büro. Zwar geht er noch auf Krücken, doch ist er wieder in der Lage, die Führung zu übernehmen. Gleich morgens hält er eine kurze Ansprache an seine Belegschaft und würdigt ihren grossen Einsatz in den vergangenen Wochen. Er weiss: Er kehrt in ein gesundes Unternehmen zurück. Das hat er seinen Mitarbeitenden zu verdanken – und der Unternehmerversicherung.

Damit es weitergeht

Mit der neuen Unternehmerversicherung von Zurich sind Firmen geschützt, wenn die Chefin oder der Chef unerwartet ausfällt. Dank der Onlineanwendung können sie mit einem individuellen Notfallplan sicherstellen, dass der Betrieb professionell weiterläuft. Ein Krisenspezialist sorgt für Unterstützung bei der Umsetzung des Notfallplans. Und mit einer Kapitalleistung kann das Unternehmen seine Liquidität absichern.