Sonne im Herzen – auch wenn es draussen grau ist

Sonne im Herzen – auch wenn es draussen grau ist

In Comics werden traurige Menschen gerne mit einer Wolke über dem Kopf gezeichnet: Fehlendes Licht drückt auf die Stimmung. Deshalb haben viele Menschen im Winter schlechtere Laune. Schliesslich ist es bis zu 16 Stunden dunkel und selbst tagsüber wird es oft nicht richtig hell. Doch warum haben Tageslicht und Wetter so grossen Einfluss auf unser Befinden? Dafür gibt es verschiedene Erklärungsansätze – und entsprechende Gegenmittel.

Erklärung 1: Mal wieder die Hormone

Auf der biochemischen Ebene sind die Schuldigen schnell gefunden: die Hormone. Fehlt es an Licht, wird das Schlafhormon Melatonin verstärkt ausgeschüttet. Es macht uns träge und müde. Das Glückshormon Serotonin hingegen sorgt für gute Laune und wirkt appetithemmend. Sein Spiegel ist in der dunklen Jahreszeit niedriger. Deshalb sind wir in den Wintermonaten tendenziell niedergeschlagener und haben besonders Lust auf Schokolade. 

Lösung 1 A: Es werde Licht!
Wer seinen Hormonspiegel positiv beeinflussen will, sollte deshalb dafür sorgen, dass er ausreichend Licht bekommt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: spezielle Lichttherapielampen, ein Kaffee auf dem Balkon oder ein Spaziergang in der Mittagspause. Selbst bei bedecktem Himmel ist es draussen immer noch heller als im Gebäude. Und wer dem drückenden Hochnebel entfliehen will, steigt in den Zug und gönnt sich einen sonnigen Tag in den Bergen. 

Lösung 1 B: Auf die Ernährung achten

Wenn Sie auch im Winter schlank und gesund bleiben wollen, spielt die Ernährung eine grosse Rolle. Stillen Sie Ihre Lust auf Süsses lieber mit Früchten als mit einer Monsterpackung Pralinen. Gönnen Sie sich stattdessen jeden Tag drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst –  «5 am Tag». Eine Portion entspricht dabei etwa einer vollen Hand. Kombinieren Sie nach Lust und Laune und möglichst bunt, denn es stecken in jeder Frucht und in jedem Gemüse verschiedene Stoffe, die unserem Körper Gutes tun.

Erklärung 2: Faule Knochen sind unglücklich

Schwimmen, Tennis, Wandern: Viele Sportarten machen im Sommer besonders viel Spass. Doch wenn es draussen regnet oder der Nordwind durch die Knochen zieht, möchte man sich am liebsten hinterm Ofen verkriechen. Doch schweres Essen und Bewegungsmangel machen müde und antriebslos. Wer auf diesem Wege zwei, drei Kilo zulegt, fühlt sich auch nicht gerade wohler. Vielleicht kommen noch Kopf- oder Rückenschmerzen hinzu, ein wahrer Teufelskreis.

Lösung 2: Bleiben Sie in Bewegung!
Jedermann weiss, dass regelmässige Bewegung extrem wichtig für die Gesundheit ist, den Kreislauf in Schwung bringt und uns leistungsfähiger macht. Weniger bekannt ist, dass Sport auch die Laune hebt. Es muss nicht immer Joggen sein, auch ein Zumba-Kurs, Eislaufen oder eine Runde auf dem Zurich Vita Parcours bessern die Stimmung erheblich. Besser als überzogene Hochleistungspläne sind realistische kleine Schritte, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit eine Station früher aussteigen oder am Sonntag die Vollkornbrötli mit dem Velo holen.

Erklärung 3: Der Urmensch in uns allen

Für hunderttausende von Jahren waren die Menschen Jäger und Sammler, anschliessend rund 10‘000 Jahre fast ausschliesslich Bauern. Dieses genetische Erbe steckt noch in uns allen drin. Tausende von Generationen vor uns haben im Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten gelebt, sind mit der Sonne aufgestanden und schlafen gegangen. War es warm, waren sie aktiv und munter. Doch der Winter war von jeher die Zeit, um beieinander zu sein, sich am Feuer Geschichten zu erzählen und sich an das Vergangene zu erinnern. 

Lösung 3: Nehmen Sie Ihr Erbe an
Achten Sie gerade im Winter auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anforderung und Entspannung und sorgen Sie für ausreichend Schlaf zu möglichst festen Zeiten. Ziehen Sie sich dennoch nicht zu fest in Ihre Bärenhöhle zurück, sondern organisieren Sie gemütliche Stunden mit Freunden und Kollegen: bei einem Spielabend, beim gemeinsamen Filmeschauen oder einem gemeinsamen Brunch. Vielleicht ist jetzt auch die Zeit, um Tagebuch zu führen, ein Fotobuch zu erstellen oder endlich einmal ins Museum zu gehen. Wichtig ist, dass Sie sich kleine Highlights im Alltag schaffen, damit die gedrückte Stimmung nicht zum Dauerzustand wird. Mit einem Wochenplan schaffen Sie sich Struktur im Alltag und stellen sicher, dass Sport und soziale Kontakte nicht nur gute Vorsätze bleiben, sondern Sie tatsächlich aktiv werden.

Wenn die schlechte Laune zur Depression wird

Achten Sie gut auf sich: Können Sie sich über gar nichts mehr freuen oder ist Ihnen irgendwie alles egal? Fühlen Sie sich nicht nur schlapp, sondern fehlt Ihnen jegliche Energie? Helfen Sport, Entspannung und Schlafen nicht weiter? Nehmen Sie diese Alarmzeichen ernst: Die Grenzen vom Winterblues zur depressiven Verstimmung sind fliessend. Zögern Sie nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ihr Hausarzt ist eine gute erste Ansprechstelle. Denn Depressionen sind kein definitives Schicksal und auch keine Schande, sondern Sie können diese aktiv und erfolgreich bekämpfen.

Rechtlicher Ausschluss:

Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema und versteht sich als allgemeine Gesundheitsinformation. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt auch nicht das fachliche Urteil eines Arztes. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Beschwerden einen Arzt oder lassen Sie sich in einer Apotheke beraten.

Typische Symptome für den Winterblues

  • Energie- und Antriebslosigkeit 
  • Unausgeglichenheit 
  • Gedrückte Stimmung
  • Sozialer Rückzug
  • Müdigkeit – trotz regelmässigem Schlaf 
  • Heisshunger

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