- Warum viele Anleger Rendite verschenken
- Sparen vs. investieren: Schutz vor Inflation
- Markt vs. Anleger: Warum viele weniger verdienen als der Markt
- Volatilität: Kursschwankungen richtig einordnen
- Market Timing verbessern: die besten Börsentage nicht verpassen
- Behavioural Finance: Was Ihre Gefühle mit Ihrem Geld machen
- Die 6 grössten Anlagefehler
- Professionelle Lösungen für Privatkundinnen und -kunden
Clever anlegen in Kürze
- Sparen allein genügt nicht: Wer Vermögen erhalten und aufbauen will, muss langfristig investieren.
- Market Timing: Die grössten Renditeverluste entstehen, wenn Anleger in Boomjahren zu spät ein und in Krisen aussteigen.
- Breite Diversifikation, klare Strategie und Disziplin sind die Grundlage für bessere Anlageergebnisse.
- Anlagefehler vermeiden: Zurich bietet professionelle Anlagelösungen für weniger bis sehr erfahrene Anlegerinnen und Anleger.
Warum viele Anleger Rendite verschenken
Viele Menschen investieren – dennoch bleibt ihnen am Ende weniger übrig, als der Markt eigentlich hergegeben hätte. Der Grund liegt nur selten in den Produkten, sondern im eigenen Verhalten: Angst, Gier und Nervosität in unsicheren Zeiten. Gerade wenn die Börsen wanken und die Kurse schwanken, passieren kostspielige Fehler wie zu spät einsteigen, zu früh verkaufen oder Trends hinterherlaufen.
- In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen,
- welche Anlagefehler Sie viel Rendite kosten,
- welche psychologischen Muster dahinterstecken und
- wie Sie mit einer klaren Strategie langfristig und nachhaltig mehr aus Ihrem Geld machen.
Sparen vs. investieren: Schutz vor Inflation
Geld auf dem Sparkonto fühlt sich sicher an. Durch die Inflation verliert es aber schleichend an Kaufkraft. Was heute noch für CHF 100 zu haben ist, kostet in einigen Jahren vielleicht deutlich mehr. Wer nur spart, schützt sein Geld nicht vor Kaufkraftverlust.
Darum sollten Sie investieren: Aktien- und Fondskurse schwanken zwar, haben aber über längere Zeiträume historisch deutlich höhere Erträge geliefert als klassische Sparkonten. Der Preis dafür ist Disziplin. Das heisst Kursschwankungen auszuhalten statt bei jeder Bewegung nervös zu reagieren.
Die Grundlagen von Chancen und Risiken von Anlagen erklären wir leicht verständlich auf Investieren und Geld anlegen.
Markt vs. Anleger: Warum viele weniger verdienen als der Markt
Viele Anlegerinnen und Anleger liegen mit ihren Anlagen deutlich unter der durchschnittlichen Marktrendite. Der Markt macht zum Beispiel 5% – der typische Anleger aber nur 2%.
Der Grund ist selten Pech, sondern falsches Timing:
- Einsteigen, wenn alle gerade euphorisch sind
- Aussteigen, wenn die Kurse fallen und die Nervosität steigt
Wer so handelt, kauft oft zu teuer und verkauft oft zu günstig. Genau das Gegenteil von dem, was sinnvoll wäre. Diese Renditelücke zeigt: Nicht der Markt ist das Hauptproblem, sondern unser Verhalten. Das belegt unter anderem die Dalbar-Studie (siehe Grafik), die eindrücklich beweist, dass die Performance von Privatanlegerinnen und -anlegern häufig schlechter als der Markt ist.

Volatilität: Kursschwankungen richtig einordnen
Aktienkurse steigen nicht geradlinig. Auf Phasen mit hohen Gewinnen folgen Einbrüche von 40% oder mehr. Dennoch ist der langfristige Trend klar positiv. Solche Schwankungen heissen Volatilität. Sie sind kein Zeichen dafür, dass Investieren nicht funktioniert, sie gehören zum Markt dazu.
Problematisch wird es erst, wenn Anlegerinnen und Anleger bei jedem Rückgang nervös werden und überhastet verkaufen: Dann werden aus vorübergehenden Schwankungen dauerhafte Verluste.
Wer clever anlegt, plant solche Ausschläge ein und bleibt seiner Strategie treu, besonders in unruhigen Zeiten.
Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber Anlegen in der Krise.
Market Timing verbessern: die besten Börsentage nicht verpassen
Viele Anleger versuchen, «rechtzeitig» den Markt zu verlassen, wenn es unruhig wird – und wieder einzusteigen, sobald sich alles besser anfühlt. Das klingt vernünftig, kostet aber oft massiv Rendite.
Studien belegen: Wer die 10 oder 60 besten Börsentage in einem langen Zeitraum verpasst, erzielt eine deutlich schlechtere – teilweise sogar negative – Rendite. Diese 10 oder 60 besten Tage fallen häufig in die Zeit während oder kurz nach Krisen.
Was bedeutet das? Wer in einer Krise aussteigt, verpasst oft die Erholung. Statt seinen Schaden zu begrenzen verschenkt man die mögliche Chance auf die Tage mit den höchsten Kursgewinnen. Deshalb ist es in den meisten Fällen sinnvoller, investiert zu bleiben als nach seinem Bauchgewühl immer wieder aus dem Markt und in den Markt zu gehen
Behavioural Finance: Was Ihre Gefühle mit Ihrem Geld machen
Wenn es um unser Geld geht, entscheiden wir selten rein rational. Unsere Psyche spielt immer mit. Hier setzt Behavioural Finance an. Verlustaversion und der Herdentrieb sind drei typische Verhaltensmuster von Anlegerinnen und Anlegern:
- Verlustaversion: Menschen empfinden den Schmerz über CHF 10’000 Verlust viel stärker als die Freude über CHF 10’000 Gewinn. Deshalb verkaufen viele Anlegerinnen und Anleger in der Krise panisch – genau dann, wenn Besonnenheit gefragt wäre.
- Herdentrieb: «Alle verkaufen, ich muss raus» oder «Alle reden über diese Aktie, ich muss sie haben» – wer der Masse (statt der eigenen Strategie) folgt, ist in der Regel zu spät.
Andere kostspielige menschliche Schwächen sind die Angst, etwas zu verpassen (FOMO), die Gier und die Selbstüberschätzung. Sie werden häufig durch Panik («Ich muss raus, bevor alles noch schlimmer wird») oder Hype-Themen («Ich steige noch ein, bevor der Zug ohne mich abfährt») geschürt und verstärkt.
Solche Emotionen sind normal und menschlich. Wichtig ist es, sie zu kennen und nicht wegen jeder kurzfristigen Stimmungsschwankung unüberlegt zu kaufen oder zu verkaufen. Eine klare Strategie hilft, Gefühle wahrzunehmen und zu verstehen – aber nicht, sich von ihnen leiten zu lassen.
Die 6 grössten Anlagefehler
Emotionen sind der Hauptgrund vieler Anlagefehler, nicht Unwissen oder eine falsche Anlagewahl. Vermeiden Sie diese 6 Anlagefehler, die Sie viel Geld kosten können:
- Nichts tun oder zu lange warten
Aus Angst, etwas zu riskieren, bleibt das Geld auf dem Sparkonto. Nicht investieren ist das grösste Risiko. Geld auf dem Konto fühlt sich sicher an, doch die Inflation frisst das Vermögen schleichend auf. Wer nicht investiert, verzichtet dauerhaft auf seine Renditechancen. - Teuer kaufen und billig verkaufen
Theoretisch wissen es alle Anlegerinnen und Anleger besser. Dennoch machen viele dieselben Fehler: Sie kaufen teuer, wenn die Stimmung und damit die Kurse hoch sind (Gier und Angst, etwas zu verpassen), und verkaufen billig, wenn die Kurse sinken (Angst und Panik). So wird aus der Idee «Günstig kaufen und teuer verkaufen» genau das Gegenteil. - Die besten Erholungstage verpassen
Wer in der Krise verkauft und erst wieder einsteigt, wenn sich die Stimmung verbessert, verpasst häufig die besten Erholungstage. Das Ergebnis ist eine spürbare Renditelücke im Vergleich mit Anlegerinnen und Anlegern mit einer klaren Strategie, die investiert geblieben sind (und noch günstig dazugekauft haben). - Das Anlagerisiko zu wenig breit streuen
Nicht anlegen ist das grösste Risiko. Fast genauso gross ist das Risiko, alles auf eine Aktie, eine Branche oder einen Trend zu setzen. Erfahrene Anlegerinnen und Anleger diversifizieren ihre Anlagen breit, verteilen das Risiko und minimieren so die Schwankungen einer Aktie, einer Branche oder eines Trends für das ganze Vermögen. - Kein Anlegerprofil erstellen
Wer sehr kurzfristige Ziele mit riskanten Anlagen oder langfristige Ziele mit konservativen Anlagen erreichen will, wird häufig scheitern. Die Basis für die Anlagestrategie und damit für jede Anlageentscheidung ist ein Anlegerprofil, das unter anderem diese Fragen beantwortet:
- Wie viel Risiko können und wollen Sie tragen?
- Was für Anlageziele wollen Sie erreichen?
- Wie viel Zeit haben Sie, um diese Ziele zu erreichen? - Der Herde folgen statt selbst zu denken
Viele Anlegerinnen und Anleger folgen Tipps von Freunden, aus dem Internet oder aus den Medien blind, ohne sie zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie zur eigenen Situation passen. Der Herdentrieb ersetzt die eigene Analyse und führt leicht zu kostspieligen Fehlentscheidungen.
Clever investieren: 5 wertvolle Tipps
Damit aus Ihren guten Vorsätzen zählbare Ergebnisse werden, braucht es einige wenige Regeln – und Disziplin.
- Strategie statt Bauchgefühl: Legen Sie fest, wofür Sie investieren (Ziel), wie lange Ihr Geld für Sie arbeiten soll (Zeithorizont) und wie viel Risiko Sie tragen können beziehungsweise wollen. Ein Anlegerprofil hilft, in hektischen Phasen an dem festzuhalten, was langfristig sinnvoll ist.
- Kaufen und halten statt Panik: Kursverluste bis 40% sind unangenehm, kommen aber vor. Wichtig ist, solche Phasen als Teil des Weges zu sehen, nicht als Grund, die Strategie zu beenden. Wer diszipliniert investiert bleibt, hat grössere Chancen, von der Erholung zu profitieren. Das Verhalten der Anlegerinnen und Anleger führt zu massiv unterschiedlichen Ergebnissen. Disziplin und Durchhaltevermögen sind entscheidend, wenn Sie Ihr Geld clever anlegen wollen.
- Diversifizieren statt Einzelwetten: Mit Fonds und gemischten Portfolios verteilen Sie Ihr Geld auf unterschiedliche Anlageklassen, Branchen und Trends. Diversifizieren minimiert das Risiko, dass ein einzelnes schlechtes Investment Ihr gesamtes Vermögen belastet.
- Reinvestieren statt auszahlen: Ausschüttungen wie Dividenden oder Zinsen sind ein wichtiger Teil Ihrer Gesamtrendite. Wer sie konsequent wieder anlegt statt sie auszugeben, nutzt den von vielen unterschätzten Zinseszinseffekt und vermehrt sein Vermögen deutlich effizienter.
- Mehr Rendite statt mehr Kosten: Häufig kaufen und verkaufen verursacht unnötige Gebühren und Steuern. Wer weniger handelt und dafür seine Anlagen langfristig hält, senkt seine Kosten und steigert seine Rendite ohne Mehraufwand oder Mehrrisiko.
Diese Tipps können Sie zum Beispiel mit Anlagefonds 3b für breit gestreute Fondsanlagen, der CapitalFund Einmaleinlage für grössere Einmalbeträge oder strukturierten Produkten mit Kapitalschutz und Renditechancen umsetzen. Wie, erklären wir Ihnen auf Investieren und Geld anlegen.
Professionelle Lösungen für Privatkundinnen und -kunden
Viele typische Anlagefehler können Sie mit der richtigen Strategie und Begleitung vermeiden. Hier setzt Zurich mit Lösungen an, die für die meisten Privatkundinnen und -kunden sonst nur schwer zugänglich sind. Deshalb sollten Sie sich unsere Lösungen in Ruhe anschauen:
- Grössenvorteile wie Pensionskassen
Zurich bündelt grosse Anlagevolumen und nutzt für Privatkundinnen und -kunden dieselben professionell verwalteten Anlageklassen wie sie institutionelle Anleger einsetzen. - Unabhängige Fondsauswahl
Wir sind nicht auf unsere Hausfonds beschränkt, sondern wählen aus unserer Sicht geeignete Vermögensverwalter aus. So können wir ein breit diversifiziertes Portfolio zusammenstellen, das nicht von einzelnen Titeln oder Trends abhängig ist. - Attraktive Konditionen und hohe Sicherheit
Grosse Anlagevolumen ermöglichen vorteilhafte Konditionen und sowohl die Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG wie auch die Zurich Invest AG werden durch die FINMA beaufsichtigt. Unser Anlageprozess ist klar strukturiert und transparent.
Wenn Sie ein grösseres Vermögen professionell betreuen lassen möchten, bieten wir Ihnen zusätzlich unsere Vermögensverwaltungslösung an. Ab einem investierbaren Vermögen von rund CHF 100’000 übernehmen unsere Spezialistinnen und Spezialistinnen die laufende Verwaltung und die konsequente Einhaltung Ihrer Anlagestrategie für Sie. Profitieren Sie mit der Vermögensverwaltung von Zurich von den in diesem Artikel beschriebenen Prinzipien, ohne sich um Anlageentscheidung selbst kümmern zu müssen.
Mit fachlicher Unterstützung von
Als Fachspezialist bei Zurich bringt er seine Expertise zu Vorsorge- und Anlagethemen ein
Mit fachlicher Unterstützung von
Andreas Stocker
Product & Proposition Manager
Als Product- und Propositionsmanager bei Zurich Invest AG bringt er sein Fachwissen zu Kapitalmarktlösungen, Produktaufbau und Risiko-Rendite-Strategien ein.

