Unfallversicherung für Unternehmen (UVG) im Detail

Ein Therapeut pflegt eine Patientin nach einem Unfall; gedeckt durch die Unfallversicherung.

Unfallversicherung für Unternehmen (UVG)

UVG- und UVG-Zusatzversicherung für Unternehmen

Jedes Unternehmen muss seine Mitarbeitenden gegen Unfall und Berufskrankheiten absichern. Die Personenunfallversicherungen von Zurich entsprechen der gesetzlich vorgeschriebenen Unfallversicherung gemäss UVG. Sie bieten zusätzliche Leistungen, um die finanzielle Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden zu erweitern.

Sie können auch telefonisch mit einem KMU Experten eine Offerte erstellen lassen.
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Allgemeine Informationen

Die obligatorische Unfallversicherung ist Teil der Sozialverischerungen.

Die obligatorische Unfallversicherung (UVG) sichert alle erwerbstätigen Personen in der Schweiz von Folgen aus einem Berufsunfall, Nichtberufsunfall und einer Berufskrankheit ab. Bei dieser Versicherung handelt es sich um eine für Arbeitnehmer obligatorische Versicherung, welche durch den Arbeitgeber abgeschlossen wird. Selbständige Firmeninhaber haben die Möglichkeit sich dem UVG auch auf freiwilliger Basis anzuschliessen.

Die obligatorische Unfallversicherung (UVG) gehört in der Schweiz zusammen mit 

  • Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)
  • Invalidenversicherung (IV)
  • Ergänzungsleistungen (EL)
  • Erwerbsersatzordnung EO 
  • Arbeitslosenversicherung (ALV) 
  • Krankenversicherung (KVG)
  • Militärversicherung (MV)
  • Berufliche Vorsorge (BVG) oder 2. Säule
  • Familienzulagen (FZ)

zu den Sozialversicherungen, welche alle zum Zweck haben einen weitreichenden Schutz gegenüber Risiken zu bieten, die individuell nicht zu bewältigen sind.

Zusammen mit der beruflichen Vorsorge (BVG) bildet die Unfallversicherung (UVG) die 2. Säule des 3-Säulen-Systems.

Je nach Tätigkeit eines Betriebes, muss die obligatorische Unfallversicherung bei der SUVA (Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt) abgeschlossen werden. Betriebe, die in den Tätigkeitsbereich des Artikels 66 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung fallen, müssen obligatorisch ihre Unfallversicherung bei der SUVA abschliessen. Arbeitgeber, die nicht diesen Kriterien entsprechen, haben die freie Wahl bei einem beliebigen Privatversicherer eine obligatorische Unfallversicherung abzuschliessen.
Die SUVA ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt und betreut rund die Hälfte der in einem Arbeitsverhältnis stehenden Angestellten in der Schweiz.

Um den obligatorischen Schutz aller Arbeitnehmenden zu gewährleisten, haben die Privatversicherer die Ersatzkasse UVG in der Form einer Stiftung errichtet.
Die Ersatzkasse nimmt übergeordnete Aufgaben wahr, die bei Arbeitgebern anfallen können, die sich Ihrer Versicherungspflicht nicht bewusst sind oder gegenüber einem Versicherer säumig sind.

Seit der Einführung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (20.03.1981) ist die Unfallversicherung für alle Arbeitnehmenden in der Schweiz obligatorisch.

Personen, die versichert werden müssen

In der Schweiz beschäftigte

  • Arbeitnehmer
  • Heimarbeiter
  • Lernende
  • Praktikanten
  • Volontäre 
  • Personen in Lehrwerkstätten
  • Personen in Invalidenwerkstätten

Personen, die nicht versichert werden müssen

Selbstständigerwerbende und ihre mitarbeitenden Familienmitglieder (ohne Barlohn und ohne AHV-Beiträge) müssen nicht obligatorisch gegen Unfall versichert sein.

Möglichkeiten der freiwilligen Versicherung

Selbstständigerwerbende und ihre mitarbeitenden Familienmitglieder haben aber die Möglichkeit sich freiwillig gegen Unfall versichern zu lassen.

Leistungsanspruch

Versicherte haben Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung bei

  • Berufsunfällen (BU)
  • Nichtberufsunfällen (NBU)
  • Berufskrankheiten

Der Leistungsumfang richtet sich dabei nach der Höhe des versicherten Verdienstes (AHV-pflichtiger Lohn).
Bei Unfällen wird die Leistung durch den Versicherer erbracht, bei welchem die Versicherung zum Eintrittszeitpunkt bestanden hat. Bei Berufsunfällen wird die Leistung durch den Versicherer erbracht bei welchem zuletzt die Gefährdung stattfand. (durch schädigende Stoffe, bestimmten Arbeiten oder die berufliche Tätigkeit.

Einschränkung des Versicherungsschutzes / Risikoausschluss Nichtberufsunfall 

Gemäss Gesetz werden bei Unfällen durch aussergewöhnliche Gefahren wie 

  • ausländischem Militärdienst,
  • Teilnahme an kriegerischen Handlungen,
  • Terrorakten und
  • bandenmässigen Verbrechen

sämtliche Versicherungsleistungen verweigert.

Die Geldleistungen werden mindestens um die Hälfte gekürzt für Nichtberufsunfälle, die sich ereignen bei:

  • Beteiligung an Raufereien und Schlägereien, es sei denn, der Versicherte sei als Unbeteiligter oder bei Hilfeleistung für einen Wehrlosen durch die Streitenden verletzt worden;
  • Gefahren, denen sich der Versicherte dadurch aussetzt, dass er andere stark provoziert;
  • Teilnahme an Unruhen.

Vorteile

Vorteile der Unfallversicherung

  • Die Unfallversicherung sichert Ihre Mitarbeitenden bei Unfällen und Berufskrankheiten finanziell ab.
    (Taggeldversicherung)
  • Die Unfallversicherung deckt Heilungs- und Behandlungskosten.
  • Mit der UVG-Zusatzversicherung wird bei Einkommen über dem UVG-Lohnmaximum die Lohnzahlungspflicht abgegolten.
  • Generell werden mit der Zusatzversicherung weitere, mögliche Lücken geschlossen.

Vorteile als Kunde von Zurich

  • Dank des praktischen «online Schaden-Management-Systems» haben Sie einen minimalen administrativen Aufwand.
  • Als Kunde von Zurich profitieren Sie von der kostenlose telefonische Arbeitsrechtsberatung von Orion.
  • Diese Versicherung bietet Ihnen integrativ alle Leistungen unseres Care Management Services.
  • Mittels elektronischer Lohndeklaration von Swissmem und Zurich melden Sie Lohndaten direkt an Zurich – das Ausfüllen von Deklarationsformularen entfällt.
Weniger Details
AVB

Kosten / Prämie

650 *
Prämie in CHF
50‘000
durchschnittlichen Lohnsumme in CHF
1-9
Anzahl der Mitarbeiter
* Dieser Wert ist eine Berechnung auf der Grundlage von Daten von Zurich und ist daher indikativ, ohne vertragliche oder offizielle Gültigkeit.

Versicherungsleistungen

Versicherung der Heilungskosten

  • Ambulant und stationär, allgemeine Abteilung
  • Hilfsmittel (z.B. Prothesen) sowie Schäden an Hilfsmitteln
  • Reise-, Transport-, Rettungs- und Bergungskosten
  • Leichentransport- und Bestattungskosten
  • Zusatzversicherung: Ergänzungsdeckung für die private Abteilung und für Privatkliniken auf der ganzen Welt

Absicherung bei Arbeitsunfähigkeit (Taggeldversicherung)

  • 80% des versicherten Lohns (Lohnmaximum CHF 148'200)
  • Zurich zahlt Taggeld ab dem dritten Tag nach dem Unfall und so lange, bis die Person wieder arbeiten kann respektive stirbt oder invalid wird
  • Zusatzversicherung: 80% bis 100% für die ersten zwei Tage nach dem Unfall (bis UVG-Maximallohn von CHF 148'200); 20% des ausfallenden Lohns (bis CHF 148'200); 80% bis 100% Taggeld für den Überschusslohn (über CHF 148'200) bis maximal CHF 300'000

Finanzielle Hilfe bei dauerhafter Invalidität und im Todesfall

  • Invalidenrente: 
    80% des versicherten Lohns bei Vollinvalidität, zusammen mit IV- oder AHV-Rente maximal 90% des versicherten Lohns
  • Integritätsentschädigung gemäss definierter Gliederskala maximal CHF 148'200, unabhängig davon, ob die versicherte Person Anspruch auf eine Invalidenrente hat
  • Hilflosenentschädigung
  • Im Todesfall: Ehegattenrente zu 40% des versicherten Lohns; Halbwaisenrente zu 15% des versicherten Lohns; Vollwaisenrente zu 25% des versicherten Lohns; Hinterlassenenrente zu total 70%, zusammen mit AHV- oder IV-Renten maximal 90% des versicherten Lohns
  • Zusatzversicherung: Renten- oder Kapitalleistungen für die Versicherung des UVG-Lohns und des Überschusslohnbereichs

Zu beachten

Austritt aus dem Arbeitsverhältnis

Mit dem Austritt aus dem Arbeitsverhältnis endet auch der Versicherungsschutz der Unfallversicherung.

Reduktion des Arbeitspensums

Wird die Arbeitszeit reduziert, ist zu prüfen, ob die Minimalanforderungen für Leistungsansprüche erfüllt bleiben. Wer weniger als 8h pro Woche bei demselben Arbeitgeber arbeitet, ist lediglich gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert, nicht aber gegen Nichtberufsunfälle (NBU). Diese müssen privat über die Krankenkasse abgesichert werden.

Unbezahlter Urlaub

Bei unbezahltem Urlaub ist der Arbeitnehmer in den folgenden 31 Tagen gegen Nichtbetriebsunfälle versichert. Um anschliessend zu den gleichen Konditionen unfallversichert zu bleiben, muss eine Abredeversicherung abgeschlossen werden.

Krankenkasse

Nicht erwerbstätige Personen wie 

  • Hausfrauen und -männer
  • Kinder
  • Studenten
  • Rentner

sollten sich über eine private Krankenversicherung (KVG) gegen Unfälle versichern.

Arbeitsverhältnis unter 8 Stunden pro Woche

Arbeitnehmende unter diese Schwelle sind gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert, nicht aber gegen Nichtberufsunfälle.

 

Häufig gestellte Fragen

Das fragen andere Kunden

Ist diese Versicherung obligatorisch?

Ja, nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) ist die Unfallversicherung eine obligatorische Versicherung. Ausgenommen von der Versicherungspflicht sind Selbständige.

Müssen alle Mitarbeitenden versichert sein?

Ja, alle Mitarbeitenden, die gemäss UVG zum versicherten Personenkreis gehören, müssen obligatorisch versichert werden. 

Sind Nichtberufsunfälle auch versichert?

Beschäftigen Sie Mitarbeitende, die weniger als acht Stunden pro Woche für Sie arbeiten, sind diese nur gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Nichtberufsunfälle (NBU) sind nicht mitversichert und müssen privat über die Krankenkasse abgesichert werden.

Wer kann versichert werden?

Firmeninhaber sowie Angehörige der Familie, die auf freiwilliger Basis für das Unternehmen arbeiten, können versichert werden.

Arbeitnehmende, die gemäss UVG zum versicherten Personenkreis gehören, müssen obligatorisch versichert werden.

Wer kann eine Unfallversicherung abschliessen?

Alle Arbeitgeber mit Mitarbeitenden, welche AHV pflichtig sind, müssen eine obligatorische Unfallversicherung abschliessen. Freiberufler können sich freiwillig dem UVG anschliessen.

Sind die von mir bezahlten UVG-Prämien steuerlich absetzbar?

Ja, Versicherungsprämien werden als Betriebsaufwände (Versicherungsaufwände) betrachtet.

Wer bezahlt die Prämie für die obligatorische Versicherung?

Der Arbeitgeber bezahlt die Prämie für den Teil der Berufsunfälle und Berufskrankheiten. Den Prämienanteil für die Nichtberufsunfälle kann der Arbeitgeber teilweise oder ganz an seine Arbeitnehmenden überwälzen.

Als Arbeitgeber schulden Sie den gesamten Prämienbetrag.

Den Anteil der Arbeitnehmer wird direkt vom Lohn abgezogen und sollte auf der Lohnabrechnung ersichtlich sein.

Was deckt die Unfallversicherung ab?

Die obligatorische Unfallversicherung übernimmt die Lohnfortzahlungspflicht, welche Unternehmen verpflichtet, unfallbedingt arbeitsunfähigen Mitarbeitenden weiterhin Lohn auszurichten, wenn sie unfallbedingt arbeitsunfähig sind.

Die Deckung umfasst die Kosten im Fall von arbeitsbedingten und nicht arbeitsbedingten Unfällen, wenn der Arbeitnehmer mehr als 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitet.

Warum brauche ich eine Unfallversicherung?

Arbeitgeber in der Schweiz sind verpflichtet, bei Eintritt eines Unfalls, der zu einer Arbeitsunfähigkeit führt, weiterhin einen Lohn zu entrichten (Lohnfortzahlungspflicht gemäss OR 324a).

Die obligatorische Unfallversicherung befreit Sie als Arbeitgeber von dieser Pflicht, diese wird von der Versicherung übernommen.

Die Unfallversicherung von Zurich erfüllt nicht nur die gesetzlichen Anforderungen (gemäss UVG), sondern ermöglicht Ihnen gleichzeitig, mittels Unfall-Zusatzversicherung mögliche Einkommenslücken zu schliessen und die Limite des gemeldeten UVG-versicherten Lohns zu erhöhen.

Was ist, wenn ich das gewünschte Produkt nicht online finden kann?

Einige Versicherungslösungen sind auf unserer Onlineplattform noch nicht erhältlich bzw. können noch nicht online abgeschlossen werden. 

Bei Interesse melden Sie sich unter 
+41 43 505 14 55

Nach dem Online-Abschluss Ihrer Versicherungslösung werden Sie einer Zurich-Agentur zugewiesen. Ihr persönlicher Kundenberater wird Sie anschliessend unterstützen und steht Ihnen bei allen Fragen rund ums Thema «Versicherung» zur Seite.

Kann das Startdatum einer Police in der Vergangenheit liegen?

Nein, beim UVG ist das nicht möglich.

Nach dem Online-Offertprozess bekomme ich keinen Preis angezeigt – was ist los?

Dies kann verschiedene Gründe haben, bedeutet aber nicht, dass Zurich Ihnen keine Offerte unterbreiten kann.

Unsere Berater werden Kontakt mit Ihnen aufnehmen, Ihren Fall mit Ihnen besprechen und Ihnen eine individuelle Offerte anbieten.

Was sind meine Vorteile, wenn ich bei Zurich eine Unfall-Zusatzversicherung (UVGZ) abschliesse?

- Die Zusatzversicherung bietet Ihnen bedürfnisgerechte Ergänzungen zu den obligatorischen UVG-Leistungen.
- Sie können die Lohnzahlungspflicht bei Einkommen, die über dem UVG Lohnmaximum liegen, erfüllen.
- Sie erhalten überobligatorische Leistungen im Bereich Invalidität und Tod.
- Sie profitieren von einem Lohnausgleich bei Kürzungen aus der UVG.
- Die Versicherten können sich nach einem Unfall weltweit auf der privaten Abteilung bzw. in Privatkliniken stationär oder ambulant behandeln lassen.
- Der Konkubinatspartner ist gleichgestellt und hat Anrecht auf dieselben Leistungen wie Ehepartner.
- Im Todesfall erfolgt eine sofortige Kapitalauszahlung / die Hinterbliebenen erhalten direkt Bargeld und müssen nicht zuerst die Entscheide der Sozialversicherungen abwarten.

Bin ich auch im Ausland gegen Unfälle versichert?

Ja, die Unfallversicherung gilt weltweit. Für eine notwendige Heilbehandlung im Ausland wird dem Versicherten allerdings höchstens der doppelte Betrag der Kosten vergütet, die bei einer Behandlung in der Schweiz entstanden wären.

Ihre Beratung

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Wir beraten Sie gerne und stehen Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung.

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