Occasionsauto kaufen: Ohne Umweg zum Traumfahrzeug
Unsere Checkliste begleitet Sie Schritt für Schritt und unsere Schadenexperten geben Einblick in typische Fehler und erklären, wie Sie diese beim Occasionskauf vermeiden.
Überlegen Sie sich vor dem Kauf eines Occasionsautos:
Vergleichen Sie verschiedene Angebote und prüfen Sie, ob der Preis marktgerecht ist.
Hilfreiche Plattformen:
Achten Sie darauf, dass Kilometerstand, Ausstattung und Zustand vergleichbar sind.
Planen Sie die Besichtigung bei Tageslicht und nehmen Sie idealerweise eine zweite Person mit.
Achten Sie besonders auf:
Eine Probefahrt ist Pflicht, bevor Sie ein Occasionsauto kaufen, auch wenn sie nur eine Momentaufnahme ist. Verschleissteile können trotzdem bald fällig werden. Achten Sie auf:
Viele fragen sich: Sind 200’000 km für ein Occasionsauto zu viel?
Als Richtwert gelten 10’000 bis20’000 km pro Jahr. Entscheidend ist:
Nicht nur die Laufleistung zählt – sondern die Pflege.
Klären Sie vor dem Kauf, wer das Fahrzeug verkauft und unter welchen Bedingungen. Fragen Sie gezielt nach:
Vertrauen Sie auf seriöse Anbieter. Ein etablierter Fachbetrieb bietet oft eine Occasionsgarantie, die sie vor unerwarteten Reparaturkosten schützt.
Bestehen Sie auf einen schriftlichen Kaufvertrag. Halten Sie Kaufpreis, bekannte Mängel, Garantievereinbarungen sowie alle zugesicherten Eigenschaften verbindlich fest. So vermeiden Sie Missverständnisse und schaffen im Streitfall Klarheit.
Damit Sie Ihr Fahrzeug einlösen können, benötigen Sie eine Motorfahrzeugversicherung. Eine Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie übernimmt Schäden, die Sie mit Ihrem Fahrzeug anderen zufügen. Als Plus zu Ihrer Haftpflichtversicherung ist eine Teilkaskoversicherung oder für einen noch umfassenderen Schutz eine Vollkaskoversicherung (bei neueren Occasionen) empfehlenswert. Weitere Zusatzversicherungen wie Pannenhilfe oder Verkehrs-Rechtsschutz erweitern Ihren Schutz individuell nach Bedarf.
Ein Occasionskauf wirft viele Fragen auf – besonders dann, wenn man wenig Erfahrung hat. Unser Schadenexperte teilt seine Erfahrungen aus der Praxis und erklärt, worauf Sie besonders achten sollten.
Grundsätzlich kann man nicht von «problematischen» Marken sprechen. Alle Hersteller stehen vor ähnlichen technischen Herausforderungen. Sinnvoll ist es, sich vor dem Kauf über typische Schwachstellen eines Modells oder einer Motorisierung zu informieren – etwa durch eine gezielte Online-Recherche.
Eine Probefahrt ist immer nur eine Momentaufnahme. Häufig zeigen sich kurz nach dem Kauf Kosten durch Verschleissteile wie Bremsen, Reifen oder anstehende Servicearbeiten – beispielsweise ein Zahnriemenwechsel.
Ein Blick ins Serviceheft hilft, geplante Arbeiten abzuschätzen. Öffnen Sie zudem die Motorhaube und prüfen Sie, ob Ölspuren oder andere Undichtigkeiten sichtbar sind. Auch ein Blick unter das Fahrzeug kann Hinweise auf Unterbodenschäden geben.
Es gibt keine festen Grenzen. Bei Fahrzeugen ausserhalb der Garantie ist grundsätzlich mehr Vorsicht angebracht. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko technischer Ausfälle. Auch bei auffallend tiefem Kilometerstand sollte nachgefragt werden, ob dieser plausibel ist und durch das Serviceheft bestätigt werden kann.
Betrachten Sie das Fahrzeug aus verschiedenen Blickwinkeln – idealerweise bei Tageslicht. So lassen sich Lackunterschiede oder Unebenheiten besser erkennen. Fragen Sie nach Vorbesitzern und – wenn möglich – nach deren Nutzung des Fahrzeugs.
Lassen Sie sich den Zustand der Batterie von einem Markenbetrieb schriftlich bestätigen. Ein offizielles Batteriezertifikat schafft Klarheit und Sicherheit.
Kontaktieren Sie umgehend den Verkäufer und machen Sie den Mangel mit einer schriftlichen Mängelrüge geltend. Dokumentieren Sie den Mangel mit Fotos und halten Sie alle Schritte schriftlich fest. Informieren Sie den Verkäufer ebenfalls schriftlich – so schaffen Sie eine klare Ausgangslage.
Eine Motorfahrzeugversicherung schützt Sie je nach Deckung vor den finanziellen Folgen von Unfällen, Naturereignissen, Glasbruch oder Diebstahl, damit Sie im Schadenfall nicht auf hohen Reparatur- oder Ersatzkosten sitzen bleiben.
Mit fachlicher Unterstützung von
Gruppenleiter Fahrzeugexperten – CoC Fahrzeugexperten
Als Leiter CoC-Fahrzeugexperten bei Zurich bringt er sein umfassendes Know-how zu Fahrzeugschäden und Elektromobilität in diesen Ratgeber ein.
200’000 km sind nicht automatisch zu viel. Entscheidend sind Marke, Modell und vor allem die Wartung. Viele Fahrzeuge sind bei regelmässiger Pflege auch mit hoher Laufleistung zuverlässig unterwegs. Wichtig ist, dass grössere Servicearbeiten wie Zahnriemen- oder Kupplungswechsel dokumentiert sind. Zustand und Wartung zählen mehr als die reine Kilometerzahl.
Als Richtwert gelten 10’000 km bis 20’000 km pro Jahr. Ein Fahrzeug mit deutlich höherer oder tieferer Laufleistung ist nicht zwingend schlechter – entscheidend ist, ob Nutzung, Alter und Wartung plausibel zusammenpassen. Ein gut gepflegtes Fahrzeug mit höherem Kilometerstand kann eine bessere Wahl sein als eine wenig gewartete Occasion mit tiefer Laufleistung.
Es gibt keine Marke, die grundsätzlich problemfrei ist. Beim Occasionskauf zeigt sich: Fahrzeuge mit regelmässiger Wartung, transparenter Vorbesitzerhistorie und vollständiger Dokumentation verursachen deutlich seltener hohe Reparaturkosten. Eine saubere Servicehistorie ist wichtiger als der Markenname.
Beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos ist der Zustand der Batterie entscheidend. Lassen Sie die Restkapazität und den Batteriezustand schriftlich bestätigen – idealerweise durch einen Markenbetrieb. Prüfen Sie zudem die verbleibende Werksgarantie, da diese bei Elektrofahrzeugen häufig länger gilt. So vermeiden Sie unerwartete Folgekosten.