Motorrad-Ratgeber


Motorradfahren will gut vorbereitet sein

Angelockt von den warmen Sonnenstrahlen des Frühlings, brausen schon die ersten Motorradfahrer durch die Gegend. Trotz aller Euphorie will Motorradfahren gut vorbereitet sein. Nach einer langen Winterpause kribbelt es vielen Motorradfahrern unter den Nägeln, endlich wieder auf den Sattel ihres Töffs zu steigen. Nach der langen Pause müssen sich Motorradfahrer erst wieder an das Fahren auf zwei Rädern gewöhnen. Insbesondere am Anfang der Motorradsaison häufen sich Unfälle infolge Selbstüberschätzung und mangelnder Routine.

Das geistige Auge schulen

Verkehrs- und Sicherheitsexperten sind sich einig: Eine mentale Vorbereitung auf die ersten Frühlingstouren hilft, sich auf die Herausforderungen und Gefahren des Motorradfahrens einzustellen. Zum Beispiel lassen sich heikle Situationen, wie das richtige Kurvenfahren oder eine Vollbremsung, auch bestens vor dem geistigen Auge simulieren. Diese mentale Vorbereitungstechnik kennt man von Temposportlern wie Ski- oder Bobfahrer, die vor dem Start zur anspruchsvollen Fahrt die gesamte Strecke im Kopf Kurve für Kurve durchgehen, um Abläufe und Timing zu verinnerlichen.

Kluge Köpfe schützen sich

Nicht nur der Kopfschutz, sondern auch Protektoren für sensible Körperbereiche wie die Extremitäten sind heute ein wichtiger Bestandteil jeder Motorradkleidung. Diese Polsterungen können den Motorradfahrer bei einem Sturz vor schweren Verletzungen bewahren. Gerade die Beine sind bei schweren Stürzen stets exponiert, weshalb Knie-, Schienbein und Fussschutz sinnvoll sind. Zwingend zur Grundausstattung gehört der Rückenprotektor. Auch auf Schulter- und Ellenbogen-Protektoren verzichten smarte Motorradfahrer nicht freiwillig.

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Muskelkraft und Beweglichkeit

Um gut vorbereitet auf die Maschine zu steigen, ist kein intensives Krafttraining nötig. Wichtig ist, eine solide Grundfitness und die nötige Beweglichkeit mitzubringen. Auf dem Motorrad werden vor allem der Nacken, die Handgelenke und die Finger strapaziert. Experten raten vor der ersten Ausfahrt einige fokussierte Kräftigungsübungen für die Nacken- und Stützmuskulatur zu machen und die Finger zu trainieren, zum Beispiel durch das Kneten eines Squash- oder Tennisballes.

Materialwartung: Kleiner Aufwand – grosse Wirkung

Zum Start der Motorradsaison muss das Zweirad richtig auf Vordermann gebracht werden. Konkret heisst das: sämtliche Sicherheitschecks bei Bremsen und Bremsflüssigkeit, Lichtanlage, Öl und Wasser, Reifen, Zündkerzen sowie Ketten vornehmen. Sind eventuelle Mängel oder Defekte nicht sofort zu beheben, verzichtet man besser auf den ersten Ausflug.

Gefahren im Blick

Für Motorradfahrer gilt es, die Gefahren nicht aus den Augen zu lassen. Denn das Unfallrisiko auf einem Motorrad ist bedeutend höher als in einem Auto. Vor allem zu Beginn der Saison übersehen Autofahrer schnell einmal die schmale Silhouette der Zweiradpiloten. Motorradfahrer können dem entgegenwirken, indem sie auffällige, kontrastreiche und schützende Bekleidung mit Leuchtstreifen tragen. Zudem lohnt es sich, das Abblendlicht einzuschalten. Für den Fall der Fälle ist ein optimaler Versicherungsschutz für Fahrer und Motorrad notwendig. Obligatorisch ist dabei die Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt Schäden, für die man als Halter gegenüber Dritten haftbar wird. Neben der Teil- und Vollkasko-Versicherung sind Unfalldeckungen, die Pannenhilfen oder der Rechtsschutz wichtige Bausteine. Klar ist: Mit der passenden Vorbereitung bleibt der begeisterte Motorradfahrer auch bei längeren Touren entspannt und konzentriert. Und dann wird der erste Ausritt garantiert auch zu einem genussvollen Saisonauftakt.

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