Deshalb engagiert sich Zurich für Menschen mit Hirnverletzung

Familie rennt über Wiese

Deshalb engagiert sich Zurich für Menschen mit Hirnverletzung

Über 22’000 Menschen in der Schweiz erleiden jedes Jahr eine Hirnverletzung. Der Weg zurück in den Alltag ist oft sehr beschwerlich. FRAGILE Suisse begleitet Betroffene und Angehörige dabei – jetzt auch dank der Unterstützung von Zurich Schweiz.
Die Neurologin wollte noch ein MRI von Isabels Gehirn machen. Einfach, um sicher zu gehen. Aber eigentlich gebe es keine Anzeichen für etwas Existenzielles, meinte sie beschwichtigend. Das Ergebnis der Magnetresonanztomographie, bei der mittels starkem Magnetfeld und Radiowellen Schichtbilder des Körpers erzeugt werden, verblüffte dann aber ein paar Tage später selbst die Ärztin. Sie sprach von einem «spektakulären» Befund. 

Isabel (56) hatte ein Meningeom, einen Gehirntumor. Der war zwar gutartig, aber er musste operiert werden. Und zwar möglichst schnell. Wenn der Tumor weg sei, würde sie auch keine Beschwerden mehr haben, sagte Isabel sich. Sie konnte nicht wissen, dass ihr noch ein langer Weg bevorstand.  

Eine Hirnverletzung kann jeden treffen

Jeden Menschen kann eine Hirn­verletzung treffen – auch junge. Oft ereignet sie sich unerwartet. Die häufigsten Ursachen sind Schlaganfall, Hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma oder Hirntumor. Oft hinterlässt das Ereignis Schädigungen, die bleibende Ein­schränkungen und Behinderungen im Alltag mit sich bringen. Die Betroffenen können nicht mehr richtig gehen, sprechen oder sind halbseitig gelähmt. Zahlreich sind auch Ein­schränkungen, die von aussen nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Auch sind finanzielle Einbussen möglich, weil die betroffene Person nicht mehr voll arbeitsfähig ist. Doch gegen diese finanziellen Folgen kann man sich mit einer Erwerbsunfähigkeits­versicherung absichern.

Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gedächtnislücken

Bei Isabel hatte alles mit Kopf­schmerzen angefangen. Und einer bleiernen Müdigkeit. Sie liess sich untersuchen. Die Blutwerte waren normal. Es schien also alles gut zu sein. Stattdessen machte sie sich selbst Vorwürfe. Sie werde aufs Alter ein fauler «Sack», warf sie sich vor. Doch dann kamen die Gedächtnis­lücken dazu. Und die Veränderung der Persönlichkeit. Nahe­stehende sagten, sie sei in jener Zeit fahrig geworden, habe sich kaum mehr für etwas interessiert und sei nur noch auf sich bezogen gewesen.  

Ein langsamer Heilungsprozess

Dann die Diagnose: Hirntumor. Zehn Stunden dauerte die Operation. Es gab keine Komplikationen. Doch der Heilungsprozess zog sich in die Länge. Das ist nicht untypisch. Einzelne schaffen den Wieder­einstieg fast problemlos. Für andere ist die Rückkehr in die Arbeitswelt ein langwieriger Prozess, der auch misslingen kann. Grosse Hindernisse stellen die unsichtbaren Behinderungen dar, etwa Konzentrations­mängel, schnelle Ermüdung oder Gedächtnislücken. Viele benötigen deshalb neben der medizinischen Hilfe auch Unterstützung im Alltag. 
 
Drei Monate nach der Operation wagte Isabel die Rückkehr zur Arbeit. Am Anfang war sie mehr im Ruheraum zu finden als am Arbeitsplatz. Sie stellte erleichtert fest, dass sie ihre Arbeit noch verrichten konnte. In anderen Bereichen funktionierte ihr Gehirn jedoch noch für längere Zeit mangelhaft: Im Frühjahr 2014 kaufte sich Isabel ein technisches Gerät. Die Verkäuferin erklärte ihr, wie sie es zu bedienen hatte. Doch Isabel konnte sich nichts merken, auch nach mehrmaliger Erklärung nicht. 

Zurück in den Alltag

Mittlerweile hat Isabel wieder Tritt gefasst. Es ist zwar längst nicht alles wie zuvor. Aber sie hat gelernt, mit einem Gehirn in zwei Zuständen zu leben, wie sie sagt.  Der eine Modus ist: Isabel ist kreativ, produktiv – genauso wie früher. Der andere: Nach anderthalb bis zwei Stunden Arbeit ist sie völlig erschöpft. Aber dank FRAGILE Suisse hat sie zurück in den Alltag gefunden. Die Organisation hilft Betroffenen mit einem breiten Angebot an Beratungen, Begleitung im Alltag und Hilfe zur Selbsthilfe. Auch die Angehörigen werden stets mit einbezogen.

Zurich will für das Thema sensibilisieren

FRAGILE Suisse ist darauf spezialisiert, Menschen mit einer Hirnverletzung im Alltag zu helfen. Die Hilfeleistungen richten sich nicht nur an die Betroffenen, sondern es werden auch stets die Angehörigen mitein­bezogen. Zudem hat FRAGILE Suisse ein spezielles Angebot für Kinder, deren Mutter oder Vater eine Hirnverletzung erlitten hat.  

Zurich Schweiz unterstützt dieses Engagement: Für jede neu abgeschlossene Lebensversicherung spendet Zurich einen finanziellen Beitrag an die Patientenorganisation. Zudem will Zurich für das Thema sensibilisieren. Dazu fangen wir bei unseren eigenen Mitarbeitenden an. In Zusammenarbeit mit FRAGILE Suisse bieten wir unseren Kundenberatern, Sachbearbeitern und Care Managern interne Schulungen für den Umgang mit Menschen mit einer Hirnverletzung an. Ziel ist es, Kunden von Zurich nach einer Hirnverletzung fachkundig zu beraten und zu betreuen.

Abgesichert, falls eine Arbeit nicht mehr möglich ist

Eine Hirnverletzung kann jeden treffen – und die Folgen sind oft schwer abzusehen. In einigen Fällen entwickelt sich daraus eine dauerhafte Erwerbs­unfähigkeit. Dann ist es gut, zumindest gegen die finanziellen Einbussen abgesichert zu sein. Verursacht ein Unfall die Erwerbsunfähigkeit, sind die meisten Menschen über das UVG gut abgesichert und dürfen mit ungefähr 90 Prozent des bisherigen Einkommens rechnen. Anders sieht das bei einer Erwerbs­unfähigkeit aufgrund von Krankheit aus. Dort gilt als Faustregel: Aus IV und Pensions­kasse sind häufig nur rund 60 Prozent des bisherigen Einkommens zu erwarten. Eine Erwerbsunfähigkeits­versicherung verkleinert diese Lücke und ermöglicht so mehr finanzielle Unabhängigkeit. 

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