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Clever Steuern sparen: Die wichtigsten Abzüge in der Schweiz

Wer die Möglichkeiten für Steuerabzüge kennt, kann jedes Jahr bares Geld sparen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Abzüge, mit denen sich das steuerbare Einkommen senken lässt – von Berufsauslagen über Kinderbetreuung bis zur privaten Vorsorge. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Abzüge sich für Sie besonders lohnen, worauf Sie achten sollten und wie Sie mit einfachen Massnahmen Ihre Steuerlast spürbar reduzieren können.
Frau sitzt am Küchentisch und arbeitet mit einem Laptop, neben ihr liegen Steuerunterlagen.

Steuerabzüge im Überblick

Steuerabzüge sind bestimmte Ausgaben, die Sie in Ihrer Steuer­erklärung aufführen dürfen, um Ihr steuerbares Einkommen zu reduzieren. Je mehr abzugs­fähige Kosten Sie belegen können, desto weniger Steuern müssen Sie zahlen. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gezielt vorgehen und Ihre Abzugs­möglichkeiten kennen.

Die Wirkung der Steuerabzüge ist dabei dreistufig:

  • Bund: Die direkte Bundessteuer wird schweizweit einheitlich berechnet.
  • Kanton: Jeder Kanton hat eigene Regeln und Höchstbeträge für Abzüge.
  • Gemeinde: Auch auf Gemeinde­ebene kann sich Ihre Steuerbelastung je nach Abzugs­möglich­keiten unterscheiden.

Ein guter Überblick über die wichtigsten Abzüge hilft, Sparpotenziale zu erkennen und optimal zu nutzen. Die häufigsten Kategorien sind:

  • Berufsauslagen wie Fahrkosten, Verpflegung oder Arbeits­mittel
  • Aus- und Weiter­bildungskosten, sofern berufsbezogen
  • Versicherungsprämien und Gesund­heits­kosten, innerhalb gewisser Grenzen
  • Kinder- und Familien­abzüge, etwa für Betreuung oder Unterhalt
  • Vorsorgeabzüge, zum Beispiel Einzahlungen in die Säule 3a
  • Immobilien­kosten wie Unterhalt oder Hypothekar­zinsen
  • Weitere Abzüge wie Spenden oder politische Beiträge

In den folgenden Kapiteln zeigen wir Ihnen, wie diese Abzüge im Detail funktionieren – mit praxisnahen Tipps, Beispielen und Hinweisen auf häufige Stolperfallen.

Berufsauslagen

Wenn Sie für Ihre Arbeit pendeln, im Homeoffice arbeiten oder spezielle Ausrüstung benötigen, können Sie diese Kosten bei der Steuer­erklärung abziehen. Dazu gehören:

  • Fahrkosten für den Arbeitsweg (z. B. ÖV-Abo, Kilometerpauschale)
  • Auswärtige Verpflegung, wenn eine Rückkehr nach Hause mittags nicht möglich ist
  • Arbeitsmittel wie Laptop, Fachliteratur oder spezielle Kleidung

Tipp

Prüfen Sie, ob Sie effektive Kosten oder die Pauschale geltend machen wollen – je nach Situation bringt das eine höhere Ersparnis.

Aus- und Weiterbildung

Berufsorientierte Weiterbildungen sind ebenfalls abzugsfähig – ob Sprachkurs, Lehrgang oder Fachbuch. Wichtig ist der berufliche Zusammenhang.

  • Kursgebühren, Prüfungen, Fachliteratur
  • Reisespesen im Zusammenhang mit der Weiterbildung

Tipp

Sammeln Sie sämtliche Quittungen und prüfen Sie den maximal zulässigen Abzugsbetrag in Ihrem Kanton.

Versicherungsprämien & Gesundheitskosten

Prämien für Ihre Kranken-, Unfall- oder Lebens­versicherung sowie nicht gedeckte Gesundheits­kosten können steuerlich geltend gemacht werden – innerhalb gewisser Limiten.

  • Selbst bezahlte Arzt- oder Zahnarztrechnungen
  • Prämien für Lebensversicherungen (z. B. gemischte Versicherung mit Sparanteil)

Tipp

Auch Versicherungen wie zum Beispiel Einmal­einlagen oder  Pensionskassen­einkäufe bringen steuerliche Vorteile, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. 

Kinder & Familie

Eltern profitieren von verschiedenen Abzügen:

  • Kinderabzug pro Kind
  • Fremd­betreuungskosten (z. B. Kita, Tagesmutter)
  • Alimente/Unterhaltszahlungen

Tipp

Auch bei Teilzeitpensen sind Betreuungs­kosten abziehbar – erfassen Sie diese vollständig und belegen Sie sie sauber.

Vorsorge & Vermögen

Einzahlungen in die Säule 3a oder freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse senken direkt Ihr steuerbares Einkommen – und damit Ihre Steuerrechnung.

  • Säule 3a (jährlicher Maximalbetrag beachten)
  • PK-Einkäufe bei Vorsorgelücken
  • Kosten für Vermögens­verwaltung, z. B. Depotgebühren

Mit einer Einzahlung von CHF 7’258 in die Säule 3a senken Angestellte mit Pensionskasse im Jahr 2026 ihre Steuerlast spürbar.

Tipp

Es lohnt sich, regelmässig in die Säule 3a einzuzahlen – zum Beispiel monatlich per Dauer­auftrag. So nutzen Sie Zins- oder Rendite­chancen optimal, entlasten Ihr Budget und bauen diszipliniert Vorsorge­vermögen auf. Den vollen Betrag können Sie kumuliert am Jahresende steuerlich abziehen.

Ein Paar sitzt gemeinsam auf dem Sofa und macht Finanzplanung am Laptop

Mit der richtigen Vorsorge Steuern sparen und für später vorsorgen
Einzahlungen in die Säule 3a bringen nicht nur Sicherheit für die Zukunft, sondern auch spürbare Steuer­vorteile im Hier und Jetzt. Finden Sie mit dem Zurich-Rechner heraus, wie viel Sie konkret sparen können – und entdecken Sie Ihre Möglichkeiten für eine individuelle Vorsorgelösung.

Immobilien

Wer Wohneigentum besitzt, konnte bisher verschiedene Kosten steuerlich geltend machen – etwa Unterhalts­arbeiten, energiesparende Investitionen oder Hypothekarzinsen. Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts (beschlossen 2025, voraussichtlich wirksam ab Steuerjahr 2028) ändern sich diese Möglichkeiten grundlegend.

  • Die Besteuerung des Eigenmietwerts entfällt – damit sinkt das steuerbare Einkommen automatisch.
  • Gleichzeitig entfallen jedoch viele bisher mögliche Abzüge auf Bundesebene – darunter:
    - Unterhalts- und Renovationskosten
    - Energiesparende Investitionen
    - Hypothekarzinsen (nur noch in Ausnahmefällen abziehbar, z. B. für Ersterwerber)

Tipp

Wenn bei Ihnen grössere Renovationen oder Sanierungen anstehen, prüfen Sie, ob diese noch vor Inkrafttreten der Reform durchgeführt werden können. So sichern Sie sich letztmals den steuerlichen Abzug.

Abschaffung des Eigenmietwerts – was bedeutet das für Sie?

Erfahren Sie im Detail, wie sich die Reform auf Ihre Steuerbelastung und Abzugsmöglichkeiten auswirkt – und worauf Sie sich frühzeitig vorbereiten sollten. 

Eigenmietwert wird abgeschafft – das sind die Folgen

Weitere Abzüge

Neben den klassischen Kategorien gibt es weitere Möglichkeiten:

  • Spenden an gemeinnützige Organisationen
  • Beiträge an politische Parteien
  • Kosten bei Doppelverdiener-Ehen (je nach Kanton)

Tipp

Spenden sind oft abzugsfähig bis zu einem bestimmten Prozentsatz des Einkommens – sammeln Sie Spenden­quittungen übers ganze Jahr hinweg.

Tipps & häufige Fehler bei Steuerabzügen

Mit dem richtigen Überblick, gut dokumentierten Belegen und gezielten Massnahmen können Sie Ihre Steuerlast jedoch deutlich senken.

  • Belege sammeln: Ohne Nachweis keine Abzüge
  • Fristen einhalten: Abzüge gelten nur bei fristgerechter Einreichung
  • Pauschal oder effektiv: Prüfen Sie, was sich mehr lohnt
  • Jährlich prüfen: Lebenssituationen ändern sich – auch Ihre Abzüge
  • Digitale Tools nutzen: Online-Plattformen der kantonalen Steuerbehörden sparen Zeit und erleichtern die Erfassung Ihrer Abzüge.
Eine Frau sitzt im Wohnzimmer am Laptop und überprüft Unterlagen, um Steuern zu sparen

Steuerabzüge optimal nutzen – mit Zurich an Ihrer Seite
Steuerabzüge sind ein effektives Mittel, um die eigene Steuerlast zu senken. Mit etwas Vorbereitung, dem richtigen Wissen und den passenden Produkten – wie der Säule 3a – lassen sich jedes Jahr mehrere Hundert bis Tausende Franken sparen.

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Expertentipp: Nachträgliche Einzahlung in die Säule 3a nutzen

Wenn Sie ab 2025 weniger als den jeweils gültigen Maximalbetrag in die Säule 3a einbezahlt haben, können Sie unter gewissen Umständen Einzahlungen nachholen – und damit sowohl Ihre Vorsorge stärken als auch Ihre Steuerersparnis erhöhen.

Weitere Informationen und die genauen Voraussetzungen dazu finden Sie hier: Nachträgliche Einkäufe Säule 3a – das sollten Sie wissen

Weitere Fragen rund ums Steuern sparen? Wir haben die Antworten

Von Abzügen bei der Steuererklärung bis zur steuerlich optimierten Vorsorge: In unseren FAQ finden Sie verständliche Antworten auf die häufigsten Fragen – kompakt erklärt und direkt anwendbar.

Zu den häufig gestellten Fragen