Erwerbsunfähigkeit: Wenn plötzlich alles anders ist

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Erwerbsunfähigkeit: Wenn plötzlich alles anders ist

Was passiert bei einer Erwerbsunfähigkeit? Die Betroffenen erleiden finanzielle Einbussen. Oftmals müssen 30 - 40 % weniger Einkommen zum Leben reichen – dies muss nicht sein. Eine kluge Absicherung für die Zukunft gibt Ihnen und Ihren Liebsten ein gutes Gefühl und finanzielle Sicherheit.
Zum Glück ist die Schweizer Bevölkerung im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich gesund. Wir haben eine hohe Lebens­erwartung und gehören zu den Ländern mit der höchsten Lebens­qualität. Doch dem Schicksal kann man nicht in die Karten schauen: Ein Unfall oder eine Krankheit können jeden treffen. In der Schweiz sind im Jahr 2020 16’600 Personen dazugekommen, so dass Ende 2020 insgesamt 218’000 Personen auf eine Rente der Invaliden­versicherung angewiesen sind. Bei 8 von 10 Personen ist die Ursache eine Krankheit, bei 13 % liegt ein Geburts­gebrechen vor und nur bei 6 % ist ein Unfall die Ursache. Gerade bei Erwerbs­unfähigkeit durch Krankheit fallen die finanziellen Einbussen oft massiv aus, sodass meist nur noch 60 % des bisherigen Einkommens zur Verfügung steht. Da kann das Geld für das tägliche Leben, geschweige denn für Ferien oder ein Eigen­heim, schnell einmal knapp werden.  Eine Rente aus einer Erwerbs­unfähigkeits­versicherung sorgt in dieser Situation für ein finanzielles Gleichgewicht.

Verschiedene Säulen der Absicherung

Spätestens nach zwei Jahren enden im Krankheitsfall die Lohnfort­zahlungen und Kranken­taggeld­leistungen, folglich geht das verfügbare Einkommen spürbar zurück. Nebst den Leistungen der 1. Säule (AHV/IV) tragen im Krank­heitsfall auch die Leistungen aus der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse) zum finanziellen Gleichgewicht bei, vorausgesetzt, ein Pensions­kassen­anschluss besteht. Zusammen sollte dadurch mindestens 60 % des bisherigen Lohnes ersetzt werden. Deckt die Rente aus der Vorsorgelösung nur das gesetzlich vorgeschriebene Minimum, kann die Ein­kommens­einbusse höher ausfallen. Falls Sie Kinder haben, so besteht bis zu deren Voll­jährigkeit respektive bis zum Abschluss der Erstaus­bildung zusätzlich Anspruch auf Leistungen in Form einer Rente.

Grafik zur Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit

Gewohnten Lebensstandard frühzeitig privat absichern

Um den gewohnten Lebensstandard beibehalten zu können, lohnt sich eine private Versicherung in Form einer Erwerbs­unfähigkeits­versicherung. So schützen Sie sich und Ihre Angehörigen vor Einbussen. Sie stellen sicher, dass Sie und Ihre Familie weiterhin in der eigenen Liegen­schaft wohnen, die Hypothek bezahlen und den Ver­pflichtungen nach­kommen können. Wichtig ist, in jeder Lebens­phase seine eigene Vorsorgesituation zu kennen und zu wissen, wie man darauf Einfluss nehmen kann. Dabei stellen sich unter­schiedliche Fragen:

  1. Lebenspartnerin und Lebenspartner: Bei der finanziellen Absicherung für den Fall einer Erwerbs­unfähigkeit oder im Todesfall ist es wichtig, auch an die Partnerin oder den Partner zu denken. Sind Sie verheiratet oder leben Sie im Konkubinat? Haben Sie gemeinsame Kinder? Arbeitet ein Partner nur Teilzeit oder gar nicht? All dies hat einen Einfluss auf die Vorsorge­situation und den erforderlichen Geldbedarf der Familie. Kümmert sich der eine Partner um Kinder und Familie, so ist es besonders wichtig, beide Partner gut abzu­sichern, da erhebliche Mehr­kosten für die Kinder­betreuung entstehen können. Besonders hart trifft es Allein­erziehende, da lohnt sich eine gute Absicherung. 

    Gut zu wissen: Im Todesfall werden gemäss Gesetz Leistungen aus den Sozial­versicherungen nur an verheiratete Paare ausbezahlt, und dies auch nur dann, wenn gewisse Voraus­setzungen erfüllt sind. In der zweiten Säule besteht je nach Pensions­kassen­reglement die Möglichkeit, nicht verheiratete Lebens­partner zu begünstigen. In der Säule 3b hingegen können Begünstigte nach Belieben bestimmt werden. 
  2. Wohneigentümer: Gerade in aussergewöhnlichen Lebens­situationen gibt das Zuhause Geborgenheit und Stabilität. Insbesondere für Besitzer eines Eigenheims ist ein verlässliches Einkommen wichtig, um die laufenden Wohn­kosten zu decken. Daher lohnt sich eine zusätzliche Absicherung. Kommt es zu einem Todesfall, bleibt dank der Risiko­abdeckung einer Lebens­versicherung das Heim für die Hinter­bliebenen tragbar und ein Umzug kann vermieden werden. 

    Gut zu wissen: Erwerbsunfähigkeit kann gemeinsam mit einer Todesfall­versicherung im selben Vertrag versichert werden. Auf diese Weise können Prämien gespart werden.
  3. Selbständige: Sind Sie selbständig erwerbend und keiner Pensions­kasse angeschlossen? Dies hat zur Folge, dass die Leistungen bei einer Erwerbs­unfähigkeit nur sehr gering sind. Sie müssen mit weitaus weniger als 60 % Ihres bisherigen Lohnes rechnen. Falls für Hinterbliebene nach einem Todesfall Anspruch auf AHV-Leistungen bestehen sollte, so entsprechen diese meist nur einem Bruchteil des bisherigen Ein­kommens. Generell lohnt sich für Personen ohne Pensions­kasse oder mit einer minimalen Pensions­kassenlösung eine zusätzliche Versicherung.
  4. Jugendliche: Sie haben ihr ganzes Leben vor sich und eine Erwerbs­unfähigkeit trifft sie besonders hart – nicht nur emotional, sondern auch finanziell. Aus- und Weiterbildung, Pflege­kosten und Wieder­eingliederungs­massnahmen sind kostspielig. Die Leistungen der staatlichen Vorsorge sind in diesem Alter jedoch tief, was zu langfristigen finanziellen Engpässen führen kann. Ein zusätzlicher Versicherungs­schutz lohnt sich.

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung: So einfach geht’s

Es ist einfach, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzuschliessen. Die Prämie für den gewünschten Versicherungs­schutz können Sie online berechnen. Oft lohnt sich eine persönliche Beratung, denn die Lösungen sind so individuell wie Ihre Situation. Bei Zurich haben Sie die Wahl: Wir beraten Sie bei Ihnen daheim, in der Agentur oder per Video­konferenz – ganz, wie es für Sie am besten passt. Es ist empfehlenswert, Ihre aktuelle Situation mit einem Spezialisten zu besprechen und sich den Bedarf aufzeigen zu lassen.

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