Spartipps für Familien – so schaffen Sie die Vorsorge

Familie mit Spardosen und Geld

Spartipps für Familien – so schaffen Sie die Vorsorge

Beim Thema Sparen klafft gerade bei Familien oft eine grosse Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit – und so fragen sich viele am Ende des Monats erneut ratlos: «Wo ist denn das ganze Geld geblieben?»

Mit unseren zehn Spartipps erfahren Sie, wie Sie als Familie Ihr Budget in den Griff bekommen und sogar noch etwas für Ihre Zukunft zurücklegen können.

Spartipp 1: Folgen Sie der Spur des Geldes

Fällt es Ihnen nicht immer leicht, konsequent zu sein? Bei Ihrer Visa Debit-Karte lohnt es sich. Die erste und wohl wichtigste Regel lautet: Verschaffen Sie sich eine Übersicht, wo, wie und wann Geld ausgegeben wird. Das kann zu über­raschenden Erkenntnissen führen. Auch der Blick in den Kleider­schrank kann ernüchtern: Besitzen Sie tatsächlich 30 verschiedene Hosen?

Spartipp 2: Zähmen Sie «Geldfresser» und teilen Sie Ihr Geld ein

Wenn Sie Ihre grössten «Geldfresser» identifiziert haben, können Sie sich als Familie ein Budget setzen. Hilfreich ist dabei die 50/30/20-Regel: 50% für fixe, notwendige Ausgaben, 30% für Freizeit und Vergnügen und 20% fürs Sparen und Investieren. Zu den notwendigen Ausgaben gehören zum Beispiel Miete, Steuern, Telefon und Lebensmittel. Im Bereich Freizeit und Vergnügen finden sich unter anderem Kosten für Hobbys, Ausflüge und Ferien.

Regel: 50 – 30 – 20

Fixkosten und Lebenshaltungskosten
(notwendige Kosten)
Ausgaben für das persönliche Vergnügen
(vermeidbare Kosten)
Sparen, Investments und Schuldentilgung
50% 30% 20%
  • Miete/Hypothek
  • Strom, Heizung und Wasserkosten
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Kosten für Schule und Kinderbetreuung
  • Telefon und Internet
  • Abonnemente und Mitgliedschaften
  • Leasing oder Autofinanzierung
  • Alimente
  • Lebensmittel
  • auswärts essen und trinken gehen
  • Shopping
  • Hobbys
  • Kino und Events
  • grössere Ausgaben,
    z.B. für Möbel, Fernseher oder Ferien
  • etc.
  • Sparen und Investments
  • Rückzahlung von Schulden

Genau in diesem «Fun»-Bereich haben Sie möglicher­weise Sparpotenzial. Vielleicht bemerken Sie aber auch, dass nicht alle Fixkosten wirklich fix sind: Möglicher­weise können Sie teure Mitglied­schaften kündigen, einen vorteilhafteren Handytarif abschliessen oder durch gezieltes Einkaufen jede Woche CHF 50 an Lebensmitteln sparen.

Spartipp 3: Setzen Sie sich Ziele – und arbeiten Sie daran

Egal, wo Sie Ihr Sparpotenzial identifizieren: Optimaler­weise gelingt es Ihnen, 20% des verfügbaren Einkommens in Ihre Zukunft zu investieren – über die Säule 3a oder 3b, über Investments oder Lebensversicherungen. Schlaue Sparer setzen sich kurz-, mittel- und langfristige Sparziele. Ein kurzfristiges Sparziel wäre, die traditionelle «Freitags-Pizza» nur noch einmal im Monat zu bestellen und vom als Familie nicht verbrauchten Geld im Sommer ein Ferien­haus zu mieten. Beim mittelfristigen Sparen legen Sie zum Beispiel Geld für ein neues Auto auf die Seite. Und beim langfristigen Sparen investieren Sie in Ihre persönliche Altersvorsorge. Am einfachsten geht das, wenn Sie den monatlichen Beitrag jeweils direkt von Ihrem Konto abbuchen lassen.

Spartipp 4: Unerwartetes einplanen

Ebenfalls wichtig: Haben Sie immer einen «Notgroschen» für unerwartete Ausgaben parat, egal, ob es sich um eine umfangreiche Zahn­behandlung, eine grössere Auto­reparatur oder die kaputte Geschirrspülmaschine handelt. Diese «eiserne Reserve» sollte schnell verfügbar sein und in etwa zwei Monats­gehälter betragen. Denn überraschende Kosten sind ärgerlich genug, sie sollten nicht auch noch Geldsorgen verursachen.

Spartipp 5: Sparen Sie bei der Mobilität Geld ein

Nicht nur die Anschaffung, auch der Unterhalt eines Autos kostet sehr viel Geld. Vielleicht gibt es Alternativen – für kleine Einkäufe ein Elektrobike statt dem Zweitauto, Car-Sharing oder ein GA für die gesamte Familie. Über die Junior-Karte der SBB können Ihre Kinder ein Jahr lang gratis bei Ihnen mitfahren, ein Angebot, das sich für fast alle Familien lohnt. Mit Zurich MyWay bietet Zurich Schweiz eine nutzungsbasierte Autoversicherung an. Über eine App lassen sich die Kosten jederzeit nachverfolgen – für mehr Transparenz dank kilometergenauer Abrechnung. Und Lenker von Elektroautos können ihr Fahrzeug mit der App Z Volt bei mehr als 3’000 Ladepunkten unseres Partner-Netzwerks in der gesamten Schweiz zum verlässlichen Einheitspreis laden.

Spartipp 6 : Reisen Sie günstiger – bei vollem Genuss

Auch auf Reisen und bei Ausflügen lässt sich viel Geld sparen: Nutzen Sie Sonder­angebote und buchen Sie Flüge und Bahnreisen von langer Hand. In den Frühlings- oder Herbstferien sind die klassischen Sommer-Destinationen meist deutlich günstiger zu haben – und weniger überlaufen. Berücksichtigen Sie bei Reisezielen im benachbarten Ausland auch die dortigen Schulferien und meiden Sie diese nach Möglichkeit. Haben Sie mehrere Kinder? Dann ist eine Ferien­wohnung für Sie wahr­scheinlich günstiger als ein Hotel. Zudem haben Sie dort die Gelegenheit, selbst Mahl­zeiten zuzubereiten und nochmals Geld zu sparen. Vielleicht lohnt sich auch ein Wohnungs- bzw. Haustausch. Ein interessantes Tauschobjekt finden Sie entweder über spezialisierte Plattformen im Internet oder Sie könnten etwas im Freundes- oder Familien­kreis organisieren: Warum nicht einmal mit der Cousine aus Österreich die Wohnung tauschen oder mit dem Studienkollegen aus dem Wallis?

Spartipp 7: Planen Sie Ihre Ausflüge klug

Ebenfalls Sparpotenzial gibt es bei Familien­ausflügen: Viele Verbände, Tageszeitungen, Banken oder Versicherungen bieten Ihnen Vergünstigungen für Events und Ausflugsziele. Überlegen Sie sich, welche Jahresabos für Ihre Familie sinnvoll sind, damit Sie nicht jedes Mal Eintritt zahlen müssen. Finden Sie heraus, ob es in bestimmten Museen Gratis-Tage gibt oder wann Sie günstiger ins Kino gehen können. Überhaupt lässt sich der Spirit eines gelungenen Ausflugs oft auch ohne grosse Kosten realisieren: Brötchen backen statt brunchen, Picknick statt Dreigang-Menü und Badi statt Freizeitpark. Bei Familien­aktivitäten kommt es vor allem darauf an, miteinander eine schöne Zeit zu verbringen. Dieses Gefühl lässt sich nicht kaufen – und ist ohnehin unbezahlbar.

Spartipp 8: Einkaufen mit Verstand

Der wohl wichtigste Tipp für den familiären Alltag: Vermeiden Sie Spontankäufe. Sie machen zwar (vermeintlich) viel Freude, führen aber oft dazu, dass sich Kleider­schrank, Büchergestell und Kinderzimmer mit Dingen füllen, die man eigentlich gar nicht benötigt und deshalb selten nutzt. Scheuen Sie sich nicht, auch einmal gebrauchte Möbel zu übernehmen – sie kosten meist nur einen Bruchteil von neuen. Starten Sie eine Energiespar-Challenge und belohnen Sie die Familie, wenn die Wasser-, Strom- oder Heizkosten­rechnung günstiger ausfällt. Machen Sie einen Einkaufs-Wochenplan und gehen Sie möglichst ohne Hunger in den Supermarkt. Sind Ihre Kinder dabei, lassen Sie diese nicht den Wagen füllen. Vielleicht darf jedes immerhin ein Lebensmittel nach Wunsch auswählen.

Lassen Sie das Sparen nicht zur Qual werden, sondern machen Sie eine Challenge daraus, an der die ganze Familie teilnimmt. Dokumentieren Sie Ihre Erfolge und setzen Sie sich Ziele, z.B. einen schönen Urlaub.

Spartipp 9: Nutzen Sie Sparpotenziale bei der Versicherung

Lassen Sie sich beraten, ob es bei Ihrer Versicherung spezielle Familienrabatte gibt. Nutzen Sie Kombirabatte beim Abschluss verschiedener Versicherungs­produkte und finden Sie heraus, ob Sie über Ihren Arbeitgeber oder als Mitglied eines Verbandes Prämien­vergünstigungen erhalten. Dies gilt zum Beispiel für Mitarbeitende von Firmen, die ihre Pensionskasse bei Vita von der Zurich Versicherung haben. Ausserdem lohnt es sich, die Versicherungs­situation regelmässig mit einer Beraterin oder einem Berater auf den Prüfstand zu stellen – gibt es Mehrfach­deckungen oder Lücken? Sind Dinge abgesichert, die Sie gar nicht mehr benötigen? Lassen sich Prämien optimieren?

Spartipp 10: Sackgeld – Eltern-Tipps für die nächste Generation

Geben Sie Ihren Kindern die Chance, den Umgang mit Geld früh zu trainieren. Das Sackgeld eignet sich optimal dafür. Taschengeld-Tabellen geben Ihnen einen groben Richtwert, wie viel Taschengeld Ihr Kind in welchem Alter erhalten sollte. Zahlen Sie das Sackgeld unaufgefordert und regel­mässig aus. Zeigen Sie Ihrem Kind auf, dass es mit seinem Geld verschiedene Ziele erreichen kann – es kann sich damit Wünsche erfüllen, es kann investieren, für einen konkreten Wunsch sparen oder an Bedürftige spenden. Eventuell sparen die Kinder entsprechend in verschiedenen Spardosen. Lassen Sie Ihre Kinder auch mal eigene Fehler machen und das Geld unsinnig ausgeben, denn daraus lernen sie. Ist das Taschengeld bereits aufgebraucht und Sie schiessen Geld nach oder gewähren einen Vorschuss, vermitteln Sie Ihrem Kind keine finanzielle Disziplin. Sinnvoller könnte es sein, gemeinsam mit dem Kind nach Möglichkeiten zu suchen, um Geld zu verdienen, etwa über spezielle Aufträge im Haushalt oder Garten. Weitere Eltern-Tipps für eine positive Grundeinstellung zum Geld, gute Geld­gewohnheiten und eine zukunfts­orientierte Sackgeld-Aufteilung gibt es bei simosackgeld.ch.

Freie finanzielle Ressourcen? So können Sie Ihr Geld anlegen

Haben Sie Sparpotenziale gefunden und möchten das frei gewordene Geld nun sinnvoll anlegen? Bei Zurich haben Sie diverse Möglichkeiten dazu. Zum Beispiel können Sie eine 3a-Lösung abschliessen und dort jährlich bis zu CHF 6883 für Ihre Pension einzahlen. Den vollen Betrag dürfen Sie von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. In einem Fondsdepot können Sie für lang­gehegte grössere Wünsche sparen, zum Beispiel für eine Weltreise oder die Ausbildung der Kinder. Gerade für Familien ist eine umfassende Vorsorge­beratung sinnvoll, damit Sie Partner und Kinder absichern und gleichzeitig fürs Alter vorsorgen können. Wir beraten Sie gerne.

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